Vergleich:

Anamorphic versus Super 35

Wie bekommt man die für das Seh-Vergnügen so wichtige Weite auf das dafür eigentlich nicht geeignete 35mm-Material? Zwei Lösungen haben sich im Laufe der Jahre herauskristallisiert.

Hier ein kurzer Vergleich:

35 mm Negativ-Format

Negativfläche Super 35 (1 : 2.40)

Negativfläche Hawks (1 : 2.40)

Anamorphic Super 35
Volle Ausnutzung des Formats = 52% mehr belichtbare Filmfläche Weniger nutzbare Filmfläche, selbst bei 3-Perf. wird nicht alles genutzt
Doppelte Brennweite bei gleichem Bildausschnitt = weniger Tiefenschärfe für beeindruckendere und dreidimensionale Bilder Konstruktionsbedingt größerer Schärfenbereich. Flacher Look.
Neuerdings genau so leicht wie konventionelle Objektive Bis vor kurzem: leichter
Sehr gute Leistungen auch bei offener Blende (alle Hawk-Serien) Gute bis sehr gute Leistungen auch bei offener Blende (je nach Hersteller)
Filmnegativ entspricht exakt der Vorführkopie / keine Formatwandlung mehr nötig Der gesamte Film muss nachträglich auf das (anamorphotische!) Projektionsformat gewandelt werden (Mehrkosten, Qualitätsverlust)
Ausbelichtung bis 4K = wesentlich bessere Qualität bei etwas höheren Rechenzeiten, auch 2K-Belichtungen sind qualitativ besser als bei Super 35 Nur 2K-Ausbelichtungen möglich = kürzere Postproduction, schlechtere Qualität
Nicht bei allen Verleihhäusern erhältlich (allerdings innerhalb weniger Stunden europaweit einsatzbereit) Standard-Equipment
Etwas teurer bei Anschaffung / Miete (Tipp: Spezielle Paketangebote beachten!) Größere Preisspannen, qualitätsabhängig
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