Nachgerechnet:

Warum sich Anamorphic wirklich lohnt

Manchmal braucht es einen zweiten Blick. Denn die Produktion mit anamorphotischen Objektiven ist nur auf den ersten teurer. So kosten die exzellenten Optiken zwar etwas mehr, im gesamten Herstellungsprozess jedoch haben die Hawks auch für den spitzen Bleistift wesentliche Vorteile.

Profis kommen hier mit deutlich weniger Einzelobjektiven und Brennweiten aus: kleinere Ausrüstung, geringere Miet- und Transportkosten. Dabei sind die Hawks nicht schwerer, bei der V-Lite-Serie sogar ein wenig leichter. Und: Die höhere Bildqualität führt zu einem bewussteren und sparsameren Umgang mit dem teuren Zelluloid.

Selbstverständlich lassen sich die hochwertigen Linsen bereits bei offener Blende benutzen. Vorteil: Es wird weniger Lichtequipment gebraucht, zumal sich - dank der um 52% größeren nutzbaren Filmfläche - problemlos mit höheren Empfindlichkeiten arbeiten lässt. Und das Breitwandformat erlaubt den Kollegen der Bühne in der Höhe zu sparen.

Thema Kopierwerk: Obwohl höhere Auflösungen längere Rechen- und Ausbelichtzeiten erfordern, kann hier der Rotstift gelassen in der Schublade bleiben. Da anamorphotische Aufnahmen bereits im weltweiten Kinostandard gedreht werden, entfällt der sonst übliche und teure Anpassungsprozess auf das korrekte (anamorphotische!) Projektionsformat.

Bleibt die Frage der Logistik. Ob einzelne Optiken, komplette Objektivsätze oder ganze Kamerapakete - das Equipment ist überall sehr schnell vor Ort.

„Um es kurz zu machen:
Die Hawks waren jeden Cent wert.“

Franz Lustig

Choose your Language: